Betterson

Alle grundrechtlich geschützten Bereiche enden irgendwo.
Wolfgang Schäuble

Die neue Spaßpartei

Nun läutet die SPD-Führung eine neue Runde im aussichtslosen Abstiegskampf ein. Laut Bericht der SZ will die SPD nun Abstimmungen über Kanzlerkandidatur und Gesetzesentwürfe für alle Bürger öffnen. Damit begibt sich diese älteste aller Parteien endgültig auf das Niveau der Henkel AG, die mit dem Pril-Flaschendesign ganz eigene Erfahrungen in direkter Demokratie gemacht hat.

Ein paar Ergebnisse dieses plumpen Versuchs, mit jedem Mittel wieder ein paar Wähler zu gewinnen, möchte ich schon jetzt Vorwegnehmen:

  • Kanzlerkandidat: Thilo Sarrazin
    Wer sonst aus der SPD kann sich gleichzeitig solcher Bekanntheit und Zustimmung in der Gesamtbevölkerung erfreuen? Passender Wahlslogan: “Rassenkampf statt Klassenkampf. Die neue SPD”
  • Umbenennung in “deineSPD”, Claim: “deineSPD, wie Facebook für Politik”
  • Einführung einer SPD-Positionsbörse. Meinungen, politische Positionen und Gesetzesvorhaben werden je nach Tagesstimmung bewertet und schnellstmöglich in den politischen Betrieb eingebracht. Zu besonderen Ereignissen (U-Bahn-Schläger, Terror, GAU) muss der Handel für ein paar Tage ausgesetzt werden, um das schlimmste zu verhindern.
  • Minister-Casting: weg mit den hässlichen Alten (Nahles etc.) und her mit den knackigen FDP-Miezen. Organisiert und Moderiert von Stefan Raab (wem sonst?).

Am Ende dieses Prozesses bleibt von der SPD die leere Hülle einer Partei, die mit völlig beliebigen und sich häufig ändernden politischen Positionen verzweifelt dem Tagesgeschehen hinterher rennt und sich damit selbst überflüssig macht. Kurz gesagt: sie bleibt genau so, wie sie jetzt schon ist.

1 Kommentar ...
  1. “Rassenkampf statt Klassenkampf” find ich super!