Was tatsächlich mal gesagt werden muss II
Die Konflikte des Nahen Ostens scheinen hierzulande heiß diskutiert zu werden. Da überschlagen sich beispielsweise zwei Wochen lang auf den Feuilleton-Seiten dieses Landes die Ereignisse, weil Günter Grass in einem Gedicht die aggressive Haltung der israelischen Regierung in Bezug auf Iran angeprangert hat. Dabei findet man kaum einen erhellenden Beitrag über die Sachlage, sondern in erster Linie den absurden Vorwurf des Antisemitismus. Es sind gerade diese künstlichen, oft beschämend undifferenziert geführten Debatten, mit denen die Brisanz tatsächlicher, akuter Probleme in der Region überdeckt wird. In einer zweiteiligen Reihe kommentiert unser Autor die Debatte um Grass und den Israel-Iran-Konflikt und gibt seine Eindrücke aus der „Geisterstadt“ des Westjordanlands, Hebron, wieder.